Warum hängt sich der Repräsentant so viel ... an die Wand

Warum hängt der Repräsentant sich diesen Mist an die Wand

 

 

Niemand hat das Recht die Kunst zu verhampeln.
Ein Geschwür der Zeit und immer mehr Raum einnehmend ist das Verhalten einiger Menschen, vermeintliche Objekte der Kunst als Kunst zu definieren und der Schicht der Kunstunkenntlichen Gesellschaft und der besser situierten Gesellschaft so genannte Kunstwerke zur Präsentation in ihren Firmen und anderen Stellen anzubieten. Vollzogen werden zum Thema Kunst oder Kultur (Kultur hat nichts mit Kunst zu tun) auch gern Charityveranstaltungen auf denen angebliche Kunst zu einem guten Zweck den Besitzer wechselt.
Das mag an der Notlage des allgemeinen Jobangebotes liegen, aber auch an der absichtlichen und notwendigen von dem Kapitalismus generierten Verdummung für die Menschen.
Die Bildung ist eben nicht das erstrebenswerte Gut in der heutigen Zeit. Über Italien und Frankreich und andere Länder in denen die Kunst immer ein Teil der Gesellschaft war, möchte ich mich an dieser Stelle nicht äußern, doch möchte ich den Gedanken darum gleichfalls in jedem Menschen, der nur noch ein gewisses ästhetisches Interesse hat, anregen.
Z.B. mehr oder weniger ist das Informell in der Mitte des 20ten Jahrhunderts durch die USA in Deutschland eigeführt worden. In den USA versprachen sich die Kunstkenner vorerst keinen Erfolg. Den Deutschen konnte man das verkaufen und der Erfolg des Informell begann.
Informell war einfach für Jeden herzustellen und seit dieser Zeit, -damals hat die Kunst des Informell ja wenigstens noch die Zeit repräsentiert-, sorgen angebliche Künstler und auch die angeblich repräsentative Gesellschaft, vom Fussballverein angefangen, über die Unternehmen, bis hin zur Politik und zu den Kunstkennern, selbst ernannten laienhaften Kuratoren, dass sich in der Kunst nicht viel ändert. Die Zeit bleibt stehen, die Bilder und die Bildsprache wurde und wird immer und immer wieder wiederholt und von ahnungslosen gezeigt. Und genau diese Gesellschaftsschicht der ganzen Bilderzeiger verblödet den Rest der Bürger mit Ausstellungen in denen der unverfänglichste angebliche Künstler, als Marketinggeck präsentiert wird. Dazu wird dem Künstler noch ein Preis verliehen und für den schon besinnungslosen ahnungslosen Bürger ist der Künstler nun wirklich Künstler, weil er einen dieser gammeligen Preisannerkennungen bekommen hat.
Diejenigen, die den Preis bekommen freuen sich unreflektiert und klopfen sich selbst auf die Schulter, mit gleichzeitiger Verstärkung durch Diejenigen die es so wünschen und den Preis vergaben.
Es ist alle in Ordnung.

 


Der autonome Autor, der Meister, dagegen wird seiner Kritik, seiner philosophischen Denkweise, und seine analytischen Geistes zur Jetztzeit vermeintlich entmachtet.
Das gleiche geschieht parallel mit den im TV gebotenen Sendungen. Ich glaube aber, in der Literatur, in der Musik, und in der Kultur bleibt die Kritik für einige Wenige vorhanden. Und wer liest jetzt noch etwa kritische oder philosophische Bücher, wer macht die Texte in den Liedern und was wird davon gespielt und wer geht in das Theater ?

Künstler sind die einzigen freien Menschen und Denker in der Jetztzeit und niemand wird den Künstler durch obige Ausstellungen zum Künstler generieren. Somit gibt es eine Linie. Künstler werden bei diesen Ausstellungen wohl nicht dabei sein.

Ich fordere auf zum Denken. Egal an welcher Stelle ihr gerade seid. Ich fordere euch auf zur Kritik. Ich fordere euch auf, diese elende Nabelschau sein zu lassen. Steht auf von euren Knien. Und küsst nicht laufend, knapp über der Scham, dessen Bauch, der euch Geld oder Gewinn oder Vorteil oder Prestige dafür verspricht.
Lasst alle Gewinnspiele Gewinnspiele sein und alle Preise Preise sein.

Der Künstler von heute benötigt keine falschen Ausstellungen. Notgedrungen kommt die Frage wieder auf: Was ist Kunst? Wie wird die Zeit dargestellt?

Und glaube niemandem der dir sagt, dass es Kunst sei, was Du tust. Die Kunst selbst fragt nicht danach ob es Dir jemand sagt. Die Kunst ist immer neu und bringt etwas an das Licht, dass es vorher nicht gab. Der Versuch sei erlaubt.

Diese Hurerei der Kunst hat bald ein Ende. Diejenigen, die angebliche Kunst ausstellten um damit Marketing zu machen, werden sich dafür schämen. Die angeblichen Künstler werden sich der Kritik der Künstler die die Zeit erkennen, aussetzen müssen und der durch die angebliche Kunst Verdummte kommt zum Denken.
Wie kann man sich nur mit so viel Mist schmücken liebe Selbstrepräsentanten, die ihr so schön die angebliche Kunst hängt und dabei überhaupt keine Ahnung von Kunst habt.

 

Bilder, die schon gemalt wurden muss mann nicht immer wieder nachäffen. Das interessiert die Kunst nicht. Das interessiert nur den Nachäffer ! Die Künstler die etwas zu sagen hatten, haben das zu ihrer Zeit schon getan. Da muss man nicht laufend nachholen und über Übungen zu Schau stellen.

So geht hinaus, schaut Euch Kunst an, schaltet den Fernseher aus, legt die Tageszeitung an die Seite, … lest ein Buch egal wo Ihr seid, und schaut euch die Kunst der heutigen Zeit an und entscheidet anhand der Geschichte der Kunst, schaltet euer Hirn ein, nicht das Sklavenhirn, das Menschenhirn sollt ihr einschalten, das ganz bedingungslos und ideologielos denkt.

Die Themen, die die Kunst in der Geschichte behandelte scheinen in unserer Kultur schic geworden zu sein und werden duch die Repräsentanten und Zeiger der Kunst gern genutzt:

Superbia: Hochmut (Eitelkeit, Stolz, Übermut) Avaritia: Geiz (Habgier) Luxuria: Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren) Ira: Zorn (Rachsucht, Vergeltung, Wut) Gula: Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht) Invidia: Neid (Eifersucht, Missgunst) Acedia: Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens).


So lasst uns alle Künstler sein, in unseren einzelnen Bereichen, - und ehrlich in jedem Bereich, egal wo du bist, ob am Fließband, im Callcenter, in der Agentur und im täglichen Leben, die Zeit erkennen in der wir leben. Aber fangt nicht alle an zu malen ! Die Kunst hat eine min. 35 tausendjährige Geschichte.

 

13.11.2011

 

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