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Vormanifest der Kunst der Freien Design Gruppe PDF Print E-mail
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Vormanifest der Kunst von der Freien Design Gruppe
im 21 Jahrhundert (Jetztzeit 2011)




Ich habe mal einen Galeristen gefragt, " Na, was haben Sie denn so im
Näpfchen" ?
Er schaute mich entgeistert und ein bisschen ertappt an und fragte:

"Wie meinen Sie das?"



"Was haben Sie so zu bieten, liegt ihre Galerie an guter Stelle? Haben sie
sehr viel kunstinteressierte Kunden und Sammler?, Wie oft wird bei Ihnen in
der Woche gekauft? Vertreten Sie ihre Künstler Weltweit. Haben Sie
kaufkräftiges Publikum?"
Ihm blieb der Mund offen stehen.

War dies ein Scharlatan?


Schauen wir mal genau hin, was in der heutigen Zeit passiert. Eine direkte Analyse ist dafür notwendig. In der Geschichte beziehe ich mich gerne auf die Richtung des Dadaismus, - die Kunst ist tot, es lebe die Kunst -, diese Frage 1916 im Cabaret Voltaire war nicht neu, aber verdammt deutlich. Zu jeder Zeit fragte der Künstler sich, was kann ich tun. Und siehe da, danach kam noch Einiges, das die Zeit darstellte. Zwar schneller produziert, abstrakter produziert, ganz der Euphorie der Zeit angepasst, -eine Kunstrichtung nach der ande­ren. Jedoch nie wurde der Mensch vom Künstler vorher gefragt: "Was soll ich malen, damit Du es kaufst?" Das passierte aus-schließlich in der Werbung. Dort findet die Analyse auf Grund der möglichst großen Verkaufszahlen statt. Danach wird der Preis gemacht und dann wird sich ein Land gesucht, das den giftigen Ramsch unter unmenschlichsten Bedingungen zu einem auch nach der Arbeit unmenschli­chen Dasein produziert. Ist hier nicht schon ein kleiner Vergleich? Viele von den heutigen Menschen, die sich Künstler nennen, arbeiten auf Verkaufschancen (das war schon immer so), nicht auf der wirklichen Darstellung der Jetztzeit (das gilt nur für diejenigen, die sich Künstler nennen, aber keine sind). Statt dessen schreit die Kulturmaschinerie. Sie arbeitet mit der Werbung Hand in Hand, vergiftet diesen ganzen Glanz von Kunst aus egoistischen, stadtnahen und bürgerlichen äußerst niederen In­tentionen. Und die Kultur sagt: "Das ist jetzt Kunst". In Kleinstädten grenzt diese Vorgehensweise an absichtlicher Verblödung des Bürgers in strategischer militanter Art, dem Bürger aber auch Alles, was bunt ist, was in VHS Kursen nachgeschmiert wurde, was von irgendwelchen Einwohnern nach jahrelangem Auslandsaufenthalten bei ihrer Rückkehr bildlich, jedoch gänzlich ohne Grundlagen der Geschichte, der Kunst, der Technik, hingeschmiert... , zu verkaufen, als sei es Kunst. Genau das fördert die Kultur, die Kulturämter, die Kulturdezernenten. Genau das wird in unverfänglichster Art ( je unkritischer die Bilder sind, desto besser) fast immer mit dem Antlitz des Bürgermeisters in den Zeitungsartikeln der Regionen dem Volke als Kunst ans Bein gepinkelt. Und diejenigen, die sich damit in ein Licht setzen, sind die Städte und Politiker. Damit wird der unverfängliche Mist sogar politisch. Ab und zu wird ein A-, B-, C- Promi aus der Wundertüte geholt und in den Fokus geschoben. Alles in Allem wird das Bild von Kunst im Volke absolut verfälscht. Das ist in der Kulturhauptstadt Ruhr 2010, Essen und Umgebung, genau das selbe. Dazu die Verhaltensweisen der Menschen, die in Notlagen nun eine Chance sehen, aber von Kunst absolut keine Ahnung haben, - sie fangen an zu malen, strömen zu Millionen auf den Plan. Und der Bürger ist sich nicht ganz sicher, aber er denkt es sei Kunst. Weil er doch zweifelt sagt er: "Ich hab ja keine Ahnung von Kunst, aber..." . Und dann muss man sich lange mit ihm über das unterhalten wovon er keine Ahnung hat. Gleichzeitig werden die toten Künstler benutzt um ein Bild von Größe zu hinterlassen. ...Aber Alle sind dabei... Endlich wird das Individuum oder die avantgardistische Gruppe wieder eingessogen und wird ALLE.
Ich möchte diese unglaubliche Frechheit der Städte, Politiker, Kulturämter, des kapitalistischen Einflusses und des Bürgers, der im Lidel im Angesicht der billigen Leinwand und im Aldi ganz plötzlich durch den leisen Schrei bunter Acrylfarben sich zum Künstler erkor, ein
wenig verdeutlichen.
Wie in vielen Kleinstädten geschehen, hier gibt es noch Schützenfeste und andere gesellige Gruppen, die zum Wohle des Bürgers bei­tragen. In Dortmund liegt der Mitgründer der DADA - Bewegung, Richard Hülsenbeck auf dem Westfriedhof und schreit im Grabe vor sich hin. So wird nun in Tageszeitungen und Internet durch Kulturdezernenten aufgerufen - um nun endlich dabei zu sein - stillgelegte Zonen oder ausgediente Häuser früherer Einwanderer dafür zu nutzen, in Regionen ästhetischen Ödlands, nun endlich Kunst zu generieren. Massenhaft Künstler sollen sich melden, um in diesen Häusern Kunst zu produzieren. Das grenzt an Größenwahn von Kleinstädten und an Beleidigung der Kunst gegenüber. Dabei ist es egal, welcher vermeintliche Künstler sich meldet. Dem Bürger, der keine Ahnung hat von Kunst, dem machte das nichts. Der spricht diesen Mist sogar weiter und ist stolz auf seine Stadt. In der Szene al­lerdings gibt es Deutschlandweit einen Lacher nach dem Anderen. -Schauen wir uns die Zeit an.
Nach einer Millenniumswende könnte man davon ausgehen, dass sich in der Kunst etwas Zeitdarstellendes in den Vordergrund schiebt und herauskristallisiert. Das ist zu gefährlich, und das wird geschluckt durch die Kulturschaffenden, die unverfänglichen Mist an die be­sinnungslosen kuhglotzäugigen Bürger weitergeben. Wer so kritisch ist, wie die Künstler der Vergangenheit, in der Renaissance ange­fangen, und nicht nur in der Musik, Malerei, sondern auch in der Literatur, wird als intellektuell zu schwierig nur ausnahmsweise honoriert. An Beuys, Kurt Schwitters, die Bauhäusler, Hironimus Bosch, Dada, allen guten Künstlern der Vergangenheit, hat der Mensch sich gestoßen und konnte sich mit dem Schaffen auseinander setzen. Der Künstler polarisierte und die Masse hatte gar keine Chance, die Beliebigkeit der Kunst als erstrebenswert zu empfinden und sich etwas an die Wand zu hängen, zu hören, oder gar zu lesen, was in kürzester Zeit als belangloser Input in den Lebensraum des Käufers übergeht und nicht weiter wichtig ist und dadurch nur eine Form der massenhaften Unterhaltung bleibt. Heute bückt sich der Großteil der Künstler so tief, das man von hinten leicht durchleuchtet durch den Darm bis ins Gehirn schauen kann, in der Hoffnung und der Haltung der Bittstellerei wenigstens einen Ausstellungsplatz zu bekommen. Ein weiteres Kunst gefährdendes Moment scheint die Hausfrau/Hausmann, oder gern auch die Designerin/Designer und viele Mitglieder anderer Berufsgruppen, oft mit zwei Kindern gesegnet in einer wirtschaftlichen Notlage. Diese Notlagen gibt es heute an jeder Ecke und sie generieren die unglaublichsten Jobs. Da macht Mann und Frau Kunst mit Kindern. Unter dem Deckmantel der marketingtechnischen Interesseweckung beim kinderliebenden Familienmenschen spricht der Anbietende dann gern von einem Workshop in dem Kunst mit Kindern gemacht wird unter Zuhilfenahme einer bestimmten Kunstrichtung. Gut sozialisierte Künstler und Professoren rufen zum run auf die Ästhetik auf und wenden sich an Zeitungen oder Firmen, die dafür zahlen, nennen das ganze demokratischen Kunst und man solle aber das Logo der WR mit einbauen, -saugt dabei die Ideen aus der sonst nicht so ästhetischen Menge und freut sich über seine schönen Schühchen, die er sich dabei verdient.
Kurse, Actionpainting mit den Kleinen ! Der Familienbürger, wohl gesonnen, gönnt seinem Kleinsten das Beste. Mein Kind ist ein Künstler. Durch die Medien wir parallel publiziert, dass, was da entsteht, Kunst sei und kleine Künstler ganz tolles Actionpainting machen. Dann werden die unglaublichen Bilder der Kleinen Stolz nach Hause getragen und mit dem Attribut Actionpainting, dem Nachbarn der Familie und der ganzen Stadt, oft wieder über das Kulturamt, vorgestellt. Die Bilder zeigten Herzchen, Schlieren, Kuddel­muddel, und Anklänge an den Expressionismus. Eigentlich war es scheißegal, was da zu sehen war, alles war Actionpainting. Dabei wurde nicht einmal die wirkliche in der Geschichte manifestierte Intention des Actionpainting erklärt. Wenn sich nun der Familienmensch darauf verlässt, dass dieses, was das Kind erzeugte, nun Actionpainting sei, verfälscht das immens die Geschichte der Kunst, verfälscht die Kunst schlechthin und beleidigt den
Paul Jackson Pollock. Nichts gegen Kinder, die sich in ihrer Freiheit üben, bestimmte intellektuelle Seinsweisen kennen zu lernen. Aber zum Künstler bedarf es nun mal eines etwas längeren Weges als ein kleiner Kurs mit einer Teilnahmegebühr von 70 Euro. Von Actionpainting mal ganz abgesehen.
In unserem Lande ist man sich für nichts zu schade. Aber in dem lieben Familienmitglied und den Bürgern der Stadt reift unreflektiert das Geschwür der Verfälschung der Kunst. Da kommen wieder die Scharlatane der Galeristen, die den Euro wittern. Da geht es wieder um die schönen Schühchen. Das zieht sich nun durch Bereiche, die bis zu Damian Hirst gehen. Ein Künstler, der gesucht und gefunden wurde; und einmal in er angenehmen feuchten Dunstschleife mit der mittleren Kritik der Kritiker versehen, kann man diesen Künstler in seiner gerade noch bürgerlich erträglichen Intention der Kritik an Leben und Tod, fördern und wenn man Geld genug besitzt, gern von ihm ein Bild ersteigern, das nach der Auktion schnell vom Markt genommen in den Archiven verschwindet. Es wurde selbst ersteigert und lässt ab einem bestimmten Preis den Marktwert steigen. Denn der Künstler ist so viel wert, wie er auf Auktionen verkauft wird. Und wenn der Preis oft genug hoch war, das Ganze wieder medienwirksam in die Masse geschossen wurde und Alle schön mitmachen, dann geht auch der erfolgreiche Geschäftsmann mal einkaufen. Ein paar Millionen, kein Thema. Je teurer desto besser. Denn hier kann man zwei mal gewinnen. Erstens bekommt man für seine Firma keine bessere Werbung. Es erscheint in jeder Zeitschrift und mit einer Gewinnabgabe an Bedürftige aus der einen Welt lässt sich der Gutmensch durch Kunstkauf in die Köpfe der Bürger nieder. Der doppelte und dreifache Gewinn ist für den Kunstkäufer sicher. Einerseits steigt das Werk immens im Wert, die Werbung für die Firma hat klasse funktioniert und beim Wiederverkauf gibt es noch einmal richtig etwas in die Tasche.
Das sieht dann wieder der Bürger und der Galerist wittert und die Kleinen könnten doch durch Kurse schon mal in die Richtung, wegen des Geldes, ...nein, nicht wegen der Intelligenz oder des Intellekts. An jeder Ecke und jeden Tag kotzen die gekauften Jurys ihre vorge­fertigten und vorher gewinnbesprochenen Gewinner aus. Kreaturen, die in irgendeiner Weise dafür bezahlt werden, dass sie in be­stimmter Richtung die Kunstwerke bewerten. All diese Menschen können in ihrer Verzweiflung dem Markt gegenüber nicht mehr ent­scheiden, was Kunst ist, und ziehen sich an den Bildern von Meisterschülern hoch. Ein vager Faden, der erkennen lassen soll, das der Künstler dann auch gut sein könnte. Nicht mit uns !
Wir Künstler haben Verantwortung, die wir selber tragen und nach außen den Kuhglotzäugigen und dreisten Verwaschern vermitteln werden.
Das passiert in jedem ästhetischen Bereich. Wo überall Design ist, da gibt es kein Design mehr! Jetzt schauen wir in die Internetportale, die frisches Design naiver Designer ansammeln, damit Design wieder beliebig wird. Und gleichzeitig wird nachgebaut und nochmals nachgebaut. Wir machen absoluten Schluss mit Wettbewerben und dem öffentlichen Präsentieren aller Ideen. An jeder Ecke sieht man die gleichen aussaugenden Sätze: Gesucht werden die besten kreativen Entwürfe eines exklusiven (Möbels) in Verbindung mit einem stimmigen Marketingkonzept. Das ist Quatsch und wer mitmacht ist selbst Schuld. Die Guten machen da erst gar nicht mit. Wir zeigen diesen Dieben von Ideen die lange Nase und machen die Machenschaften der Bewerter offensichtlich.
Dazu möchte ich noch kurz den Medientheoretiker Villem Flusser erwähnen. Er starb Anfang der Neunziger des letzten Jahrhunderts. Er schrieb darüber, wie die Aufnahme und Bewertung der Menschen sein eigenes Verhalten beeinflussen. Natürlich ging dies nur mit Hilfe von Meinungsmachern, die dafür sorgten, dass ein gewisser reduzierter Fokus in die Massen gebracht wurde, in dem Gefallen als Ästhetik verkauft wurde. So kam es, dass bestimmte Bilder produziert wurden, die man ausschließlich in die Masse der Menschen brachte (Das kann man gut in den Einstellungen der Kamera bei Fußballspielen beobachten. Die Kameraführung hat sich zu früher sehr geändert) (weiter in den Nachrichten bei Bildern über Kriegsberichterstattung). Die Menschen gewöhnten sich an diese vorgesetzten Bilder und fanden sie ästhetisch und gut. Daraus entstand, dass der Mensch immer wieder die gleichen Bilder verlangte; - daraus entstand, dass die Regisseure, Fotografen, und sogar die Journalisten wiederum diese selben Bilder produzierten.
Flusser nannte das die Auflösung der Geschichte.

Bei jeder Entscheidung die Sie Fällen, ob beim Schuhkauf oder der Wahl des Freibades im Sommer. ...Wenn ich einen Berg besteige, mache ich mir vorher Gedanken über den Auf und Abstieg... In jeder Situation entscheiden Sie durch Vernunft. Aber Ausstellen, das tun sie unreflektiert an jeder Ecke die ihnen geboten wird.

Unser Vorschlag: die "Intensivierung" von:

Intensive Analyse der Jetztzeit.
Bildung von Gruppen die die Kunst wieder Kunst werden lassen (nicht zu groß, aber auch nicht zu klein)
Zeigung der Revolution in der Kunst der heutigen Zeit durch Auftritte an unterschiedlichen Stellen aber unter einem Namen.
Verschämung der Scharlatane unter den Galerien.
Absolut dafür sorgen, dass der Kunstkäufer nicht den Profit mit Kunst verwechselt.
Veröffentlichung und Verurteilung von bekannten Künstlern, die sich mehr und mehr in Unverfänglichkeiten verstricken.
Verurteilung der nichtssagenden Kunst in den ganzen politischen öffentlichen Räumen.
Absolute Meidung von Kulturdezernenten.
Die bleibende Autonomie von Lüpertz, Baselitz, Meese und allen Meistern stützen; und falls sie sich komplett haben kaufen lassen, - verurteilen.
Verurteilung von Verfälschung von Kunst in den Köpfen der Bürger.
Verurteilung von Kunstausstellungen die sich mit Meisterschülern rühmen.
Die absichtliche Vereinzelung und Abhängigkeit des Künstlers und die damit verbundene Eitelkeit durch Galerien verurteilen.
Dringender Aufbau von Kriterien um zwischen Tanzbären und Künstlern zu unterscheiden.
Die Verantwortung der Gesellschaft gegenüber, sie nicht, und wenn sie sich noch so wehrt, verblöden zu lassen.
Die Verantwortung den Meistern der Vergangenheit gegenüber.
Die Verantwortung der Zeit und dem Hilfeschrei nach Bildung gegenüber.
Die Verantwortung, sich nicht von jeder Medienlinse ablichten zu lassen, und dabei die einfachsten und dümmsten Fragen beantworten, nur damit bei denen die Verkaufszahlen steigen.
Ausgrenzung von verfänglichen Darstellungen verurteilen.
Preisvergabe, Mutterverdienstkreuze, öffentliche Erwähnung bestimmter Personen vor einer Rede, Preise, verurteilen !
Eitelkeiten, Neid und Missgunst verurteilen !
Stellvertreter jeglicher Stellvertretung ignorieren.
Absoluter und konsequenter Kampf gegen Verblödung durch unzeitgemäße Kunst und Tand.

Kunst ist Diktatur, weil sie vom Individuum ausgeht und auf die Masse herunter regnet. Mit dem demokratischen Prozess rechnet der Künstler nicht.

Und nie wird von der Kunst die Masse gefragt werden: Was soll ich schaffen, damit du kaufst, Verbraucher.

Das interessiert die Kunst nicht.

Mit freundlichen Grüßen
und wie immer kann ich mich irren. M. Bürger und Idiot / Künstler

 


 
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