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Malerei / Wiedergabe von Jetztzeit

Die Bilder sind einzuordnen in die drei Bereiche der:
me synthesis, der us synthesis und der we synthesis


Die Zeit versuchen zu interpretieren und zu verstehen - das sollte der geringste Anspruch der Kunst sein


Was bedeutet für Sie die Wiedergabe der Jetztzeit?

Bei Zeiten wurde versucht, durch Malerei und Zeichnung bestimmte Ereignisse oder Aussagen mehr oder weniger objektiv darzustellen. Seit der Erfindung der Photographie übernahm diese die Objektivität der Darstellung. Die Malerei wurde zum Experimentierfeld und stellte individuelle Gefühle und Philosophien dar... Die versuchte Objektivität der früheren Zeit ging über in die Zeit der Applikationen der Neuzeit. Durch den Rundfunk und das Fernsehen begannen die Anfänge der virtuellen Welt. Information für Alle entstand! Neue Werte wurden über Worte und Bilder für Viele geschaffen. So objektiv wie nie, weil das Medium der Photographie weiterentwickelt wurde. Die Toleranz wurde entwickelt. Und alles was im Fernsehen gezeigt wurde, bekam den Anschein von Wahrheit. Und alles wurde gut verstanden - oder wenigstens versucht zu verstehen. Aus dieser Toleranz entstand nun die objektive Besinnungslosigkeit der Jetztzeit. Wir stellen fest, dass wir uns über gemachte Welten, virtuelle Kriege unterhalten und äußerst einfache Fragen beantworten, deren Antwort belohnt wird. Wir sind der anscheinenden Realität und Objektivität aufgesessen, die da sagt: "Wo wir etwas gewinnen können, wird die Information zur Realität und anscheinend sehr wichtig" Ich denke, die Malerei ist wieder an der Reihe die Absurdität der Objektivität herauszustellen und damit die Objektivität wieder in den Vordergrund zu stellen. Objektivität, die untergeht in vielen verschiedenen Meinungen aber wenigen gemeinsamen Zielen. Was ist der Unterschied zwischen freier Meinugsäusserung und Beliebigkeit? Objektivität, geführt von der Marke und nicht mehr vom Menschen, der diese Marke trägt. Objektivität, die nicht einmal mehr als solche erkannt werden kann. Die Objektivität in den Focus zu stellen nenne ich den konstruktiven Zweifel an der Objektivität. Und dies geschieht wiederum, wie Alles, durch Subjektivität. Ich sehe den Sinn der heutigen Malerei darin, die Applikationen des täglichen Lebens herauszustellen und sie als diese zu verdeutlichen. Wir sind umgeben von Werten, die wir bei genauem Hinsehen als Applikationen erkennen können. Als Krücken unserer Argumentation und als Selbstverständlichkeit von Arbeitslosigkeit, Neid und Sucht nach Erfolg und Prestige, Eitelkeit, Hedonismus, gewinnbringende Spiele in den Medien und Schadensbegrenzung in allen Bereichen.
Dies gilt es in der Malerei als Applikation herauszustellen. Sowohl in meinen informellen Studien als auch in den Studien der Jetztzeit nimmt die Applikation das entscheidende Moment ein. So projiziere ich von Anfang an den Menschen, den Akt, als reinste Form des Menschen auf das Bild. Vor die Leinwand gestellt, wird seine Kontur abgenommen und interpretiert, appliziert in die aktuelle Wertvorstellung meiner Medienanalyse. Der Akt wird somit in das Lebensschema gedrängt mit dem er jeden Tag konfrontiert wird. Gleichzeitig wird der nackte Körper auch zur Applikation. Jeder Mensch trifft auf Menschen, Werte und Situationen. Jeder Mensch interpretiert die Situationen in die er sich begibt. Egal wie lange er diese Situation schon kennt. Sie wird bewusst oder unbewusst interpretiert.
Mein liebevoller Blick auf die Menschen und eine Distanz zu Ihnen macht für mich deutlich, wie der Mensch sich vom naturbezogenen Menschen zur synthetischen Applikation des Planeten Erde entwickelt hat. Jeder Einzelne hat eine Struktur, eine Kontur und eine gewisse Koordination, unterhält sich durch irgend etwas und nutzt die Mittel, die Ihm gegeben werden. Bei der Gemeinschaft ist das Moment Koordination irgenwann ausgeschaltet und äussert sich in Chaos und Unkoordination. Der Punkt, an dem wir um die Wette fressen. So entsteht auch die Kunst im Wettlauf der Zeit und geht der Höhlenmalerei langsam entgegen. ... doch vorher müssen wir anscheinend noch Geschichten erzählen und irgendwie aufklären.
Die Galerien?
Die meisten Galerien halten die Geschichte auf und legen sich die Werte der Vergangenheit immer wieder in ihr Profitbettchen. Die Blase ist geplatzt. Sie wird zur Applikation.
Und weiter?
Die Notwendige Konsequenz aus meiner Absicht sind die Glanzbilder der Hochkultur. Was ist wenn wir mit dieser Hochkultur nicht umgehen können? Da sollten wir recht vorsichtig sein. Man benötigt eine Arche. Ich lade die Figuren und die Darstellung der Menschen in meine Arche ein. Viele sind schon dabei aber nicht alle.





VITA


Martin Franke
6.8.61, Scheidingen

1983 Studium der Physikalischen Technik
1987 Studium im Bereich der Sozialen Wissenschaften
1990 Studium im Produkt- und Grafikdesign
Prof. Dr. Heiner Wilharm, Designtheorie
Prof. Freese, Zeichnerische Darstellung
Prof. Pitt Moog, Gestaltung, Malerei
Prof. Harald Becker, Malerei
Prof. Margareta Hesse, Gestaltungslehre
Prof. Werner Nöfer, Konzeption und Entwurf
Axel Finke, Darstellungs und Herstellungstechniken
Gerd Erdmann - Wittmaack, Radierung und Lithografie
Prof. H. D. Schrader, Typografie
Prof. Dr. Jürgen Zänker, Kunstwissenschaft, Bildanalyse
Mehrjähriges Studium über Joseph Beuys und Kurt Schwitters
1990 Aufenthalt in Bombay (Indien)
1996 Diplom: Konzeption und Entwicklung eines Brettspiels "Celim" - ein Spiel mit Variationen. Das Spiel wurde bei der Veröffentlichung in "Conga" umbenannt.
Vorstellung des Design-Brettspiels in der Galerie Energie in Dortmund
Modellbau im Architekturbüro Prof. Gerber, Gerber Architekten im Harenberg Center in Dortmund
1997

Gemeinschaftsausstellung in der Galerie Energie:


u.A. mit Hans D. Christ, Timm Ulrichs

Mark Formanek, Sandra Heinz

Ute Heuer, Udo Kramer

Peter Nygaard, Pavel Odvody

1998 Entwurf einer Kosmetik und Schmuckverpackung
Hersteller: Firma Bernhardt, Fröndenberg
1999 Konzeption und Entwicklung des ersten Hochtoasters
1999-2002 Beginn der freischaffenden Tätigkeit (Produkt und Grafikdesign)

Tech Advertising - Bochum (Hewlett Packard, ASCAD)

Media Art - Hattingen (Rubach Ohrakupunktur CD-Rom)

Artemedia - Dortmund (Überarbeitung der Secu Homepage)

DASA - Dortmund (Layout für multimediale Info, Heben und Tragen

HJS Katalysatoren - Menden (Katalogerstellung, Technische Illustration)

21stGATE - Dortmund (Art Direktor)

Colourscreen - Hamm (Severin Kataloge)

2000 Gründung der Freien Design Gruppe
2002 Gemeinschaftsaustellung der Freien Design Gruppe

mit Sabine Kehse, Jürgen Müller, Peter Szappanosh, Ulrike Halene u.A.
2003 Erste Blitzausstellung:

Einzelausstellung im derzeitigen Domizil Hof Burkhart in Unna Lünern (überwiegend Rot).
(Durch einstweilige Verfügung wurde die Ausstellung von Herrn Burckhart durch eine Unnaer Anwaltskanzlei verboten)
2004 Ausstellung in der Stadtbiliothek Mengede ( überwiegend Rot )
2003-2006 Aufbau und Tätigkeit in der Freien Design Gruppe als Produkt- und Grafikdesigner
2006 Herausgabe von "Conga" im Eigenverlag
mit Atelierhaus Westfalenhütte, Brigitte Bailer.

2007

 



 

2te Blitzausstellung:

Mai: Idee der Feld-, Wald- Ausstellung Mai: Erste Feldausstellung
Ausstellung auf dem Felde in Unna / Lünern

Seit Mai 07:

Dauerausstellung bei Art-Transmitter .

Sitzliege"Chaise fran"

Sommer 2007:
Begleitung des Kunstprojektes über 3 Tage zur Erstellung großformatiger Banner für den Förderturm im östlichen Ruhrgebiet in Bönen.
Künstlerische Anleitung von 16 Jugendliche aus 16 Nationen zur Erstellung von vier Bannern. Die Jurorenschaft nicht angenommen weil allgemein zu wenig Fachkenntnis in der Jury.

 

25.11.07:
Ausstellung in Galerie Atelierhaus Westfalenhuette mit der Sitzliege "Chaise fran"
2008

1. und 2. März

3te Blitzausstellung:

Ausstellung "in manchmal lauten Räumen" in den Räumen des Mehrwerk.org. - eine Ausstellung der Freien Design Gruppe und Mehrwerk.org.

Initiator und Aussteller
Malerei, Objekte, Produkt Design

 

10.03. - ca 05.04.2008
Ausstellung des Chaise fran bei Einrichter pesch wohnen in Düsseldorf an der Kö (Grünstraße).

 

17.04.
Ausstellung im DEW 21 in Dortmund
GRENZWERT
Künstler sind anders.
Anders ist normal. Jiri Keuthen

 

2008

Konzeption und Entwurf der Printmedien für das Wilhelm-Morgner-Haus Soest
und den Kunstverein Soest

 

2008 / 04.08 -10.08

Ausstellung der Liege Chaise fran in Portofino / Italy im Castello Brown. Intensive Gespräche mit Federico Schiaffino / Kennenlernen des Dorfes Portofino und des Hotels Splendido.

 

2008 /
13.09,  14.09

Präsentation der Liege "Chaise fran" und dem "frantableau" Schloss Ippenburg mit freundlicher Unterstützung von Viktoria Freifrau von dem Bussche.

 

2009 /
08.05, - 10.05

Fourth flash exhibition
"Auf eigene Gefahr" -on your own risk-
exhibition between free running pigs

 

19.06, - 21.06

Fifth flash exhibition.

Exhibithion in private areas at Dr.Berndsen, ISST Unna.

Martin Franke und Federico Schiaffino.

L´Evoluzione
Due Artisti, zwei Tage, one night

Liebe, Leben, Tod, Mystik

2010
08.03. - 19.03.

First domesticated exhibition.

Exhibithion in public area.

Bezirksgegierung Münster

Domplatz 1-3

BEHAVIOR




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