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Martin Franke
Malerei / Wiedergabe von Jetztzeit Die Bilder sind einzuordnen in die drei Bereiche der: me synthesis, der us synthesis und der we synthesis Die Zeit versuchen zu interpretieren und zu verstehen - das sollte der geringste Anspruch der Kunst sein Was bedeutet für Sie die Wiedergabe der Jetztzeit?
Bei Zeiten wurde versucht, durch Malerei und Zeichnung bestimmte Ereignisse oder Aussagen mehr oder weniger objektiv darzustellen. Seit der Erfindung der Photographie übernahm diese die Objektivität der Darstellung. Die Malerei wurde zum Experimentierfeld und stellte individuelle Gefühle und Philosophien dar... Die versuchte Objektivität der früheren Zeit ging über in die Zeit der Applikationen der Neuzeit. Durch den Rundfunk und das Fernsehen begannen die Anfänge der virtuellen Welt. Information für Alle entstand! Neue Werte wurden über Worte und Bilder für Viele geschaffen. So objektiv wie nie, weil das Medium der Photographie weiterentwickelt wurde. Die Toleranz wurde entwickelt. Und alles was im Fernsehen gezeigt wurde, bekam den Anschein von Wahrheit. Und alles wurde gut verstanden - oder wenigstens versucht zu verstehen. Aus dieser Toleranz entstand nun die objektive Besinnungslosigkeit der Jetztzeit. Wir stellen fest, dass wir uns über gemachte Welten, virtuelle Kriege unterhalten und äußerst einfache Fragen beantworten, deren Antwort belohnt wird. Wir sind der anscheinenden Realität und Objektivität aufgesessen, die da sagt: "Wo wir etwas gewinnen können, wird die Information zur Realität und anscheinend sehr wichtig" Ich denke, die Malerei ist wieder an der Reihe die Absurdität der Objektivität herauszustellen und damit die Objektivität wieder in den Vordergrund zu stellen. Objektivität, die untergeht in vielen verschiedenen Meinungen aber wenigen gemeinsamen Zielen. Was ist der Unterschied zwischen freier Meinugsäusserung und Beliebigkeit? Objektivität, geführt von der Marke und nicht mehr vom Menschen, der diese Marke trägt. Objektivität, die nicht einmal mehr als solche erkannt werden kann. Die Objektivität in den Focus zu stellen nenne ich den konstruktiven Zweifel an der Objektivität. Und dies geschieht wiederum, wie Alles, durch Subjektivität. Ich sehe den Sinn der heutigen Malerei darin, die Applikationen des täglichen Lebens herauszustellen und sie als diese zu verdeutlichen. Wir sind umgeben von Werten, die wir bei genauem Hinsehen als Applikationen erkennen können. Als Krücken unserer Argumentation und als Selbstverständlichkeit von Arbeitslosigkeit, Neid und Sucht nach Erfolg und Prestige, Eitelkeit, Hedonismus, gewinnbringende Spiele in den Medien und Schadensbegrenzung in allen Bereichen. Dies gilt es in der Malerei als Applikation herauszustellen. Sowohl in meinen informellen Studien als auch in den Studien der Jetztzeit nimmt die Applikation das entscheidende Moment ein. So projiziere ich von Anfang an den Menschen, den Akt, als reinste Form des Menschen auf das Bild. Vor die Leinwand gestellt, wird seine Kontur abgenommen und interpretiert, appliziert in die aktuelle Wertvorstellung meiner Medienanalyse. Der Akt wird somit in das Lebensschema gedrängt mit dem er jeden Tag konfrontiert wird. Gleichzeitig wird der nackte Körper auch zur Applikation. Jeder Mensch trifft auf Menschen, Werte und Situationen. Jeder Mensch interpretiert die Situationen in die er sich begibt. Egal wie lange er diese Situation schon kennt. Sie wird bewusst oder unbewusst interpretiert.
Mein liebevoller Blick auf die Menschen und eine Distanz zu Ihnen macht für mich deutlich, wie der Mensch sich vom naturbezogenen Menschen zur synthetischen Applikation des Planeten Erde entwickelt hat. Jeder Einzelne hat eine Struktur, eine Kontur und eine gewisse Koordination, unterhält sich durch irgend etwas und nutzt die Mittel, die Ihm gegeben werden. Bei der Gemeinschaft ist das Moment Koordination irgenwann ausgeschaltet und äussert sich in Chaos und Unkoordination. Der Punkt, an dem wir um die Wette fressen. So entsteht auch die Kunst im Wettlauf der Zeit und geht der Höhlenmalerei langsam entgegen. ... doch vorher müssen wir anscheinend noch Geschichten erzählen und irgendwie aufklären.
Die Galerien?
Die meisten Galerien halten die Geschichte auf und legen sich die Werte der Vergangenheit immer wieder in ihr Profitbettchen. Die Blase ist geplatzt. Sie wird zur Applikation.
Und weiter?
Die Notwendige Konsequenz aus meiner Absicht sind die Glanzbilder der Hochkultur. Was ist wenn wir mit dieser Hochkultur nicht umgehen können? Da sollten wir recht vorsichtig sein. Man benötigt eine Arche. Ich lade die Figuren und die Darstellung der Menschen in meine Arche ein. Viele sind schon dabei aber nicht alle.
VITA Martin Franke 6.8.61, Scheidingen
| 1983 |
Studium der Physikalischen Technik |
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| 1987 |
Studium im Bereich der Sozialen Wissenschaften |
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| 1990 |
Studium im Produkt- und Grafikdesign |
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Prof. Dr. Heiner Wilharm, Designtheorie |
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Prof. Freese, Zeichnerische Darstellung |
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Prof. Pitt Moog, Gestaltung, Malerei |
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Prof. Harald Becker, Malerei |
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Prof. Margareta Hesse, Gestaltungslehre |
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Prof. Werner Nöfer, Konzeption und Entwurf |
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Axel Finke, Darstellungs und Herstellungstechniken |
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Gerd Erdmann - Wittmaack, Radierung und Lithografie |
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Prof. H. D. Schrader, Typografie |
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Prof. Dr. Jürgen Zänker, Kunstwissenschaft, Bildanalyse |
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Mehrjähriges Studium über Joseph Beuys und Kurt Schwitters |
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| 1990 |
Aufenthalt in Bombay (Indien) |
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| 1996 |
Diplom: Konzeption und Entwicklung eines Brettspiels "Celim" - ein Spiel mit Variationen. Das Spiel wurde bei der Veröffentlichung in "Conga" umbenannt. |
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Vorstellung des Design-Brettspiels in der Galerie Energie in Dortmund |
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Modellbau im Architekturbüro Prof. Gerber, Gerber Architekten im Harenberg Center in Dortmund |
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| 1997 |
Gemeinschaftsausstellung in der Galerie Energie: u.A. mit Hans D. Christ, Timm Ulrichs
Mark Formanek, Sandra Heinz
Ute Heuer, Udo Kramer
Peter Nygaard, Pavel Odvody
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| 1998 |
Entwurf einer Kosmetik und Schmuckverpackung Hersteller: Firma Bernhardt, Fröndenberg |
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| 1999 |
Konzeption und Entwicklung des ersten Hochtoasters |
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| 1999-2002 |
Beginn der freischaffenden Tätigkeit (Produkt und Grafikdesign) Tech Advertising - Bochum (Hewlett Packard, ASCAD)
Media Art - Hattingen (Rubach Ohrakupunktur CD-Rom)
Artemedia - Dortmund (Überarbeitung der Secu Homepage)
DASA - Dortmund (Layout für multimediale Info, Heben und Tragen
HJS Katalysatoren - Menden (Katalogerstellung, Technische Illustration)
21stGATE - Dortmund (Art Direktor) Colourscreen - Hamm (Severin Kataloge)
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| 2000 |
Gründung der Freien Design Gruppe |
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| 2002 |
Gemeinschaftsaustellung der Freien Design Gruppe mit Sabine Kehse, Jürgen Müller, Peter Szappanosh, Ulrike Halene u.A.
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| 2003 |
Erste Blitzausstellung: Einzelausstellung im derzeitigen Domizil Hof Burkhart in Unna Lünern (überwiegend Rot). (Durch einstweilige Verfügung wurde die Ausstellung von Herrn Burckhart durch eine Unnaer Anwaltskanzlei verboten) |
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| 2004 |
Ausstellung in der Stadtbiliothek Mengede ( überwiegend Rot ) |
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| 2003-2006 |
Aufbau und Tätigkeit in der Freien Design Gruppe als Produkt- und Grafikdesigner |
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| 2006 |
Herausgabe von "Conga" im Eigenverlag mit Atelierhaus Westfalenhütte, Brigitte Bailer. |
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2007
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2te Blitzausstellung:
Mai: Idee der Feld-, Wald- Ausstellung Mai: Erste Feldausstellung Ausstellung auf dem Felde in Unna / Lünern
Seit Mai 07:
Dauerausstellung bei Art-Transmitter . Sitzliege"Chaise fran"
Sommer 2007: Begleitung des Kunstprojektes über 3 Tage zur Erstellung großformatiger Banner für den Förderturm im östlichen Ruhrgebiet in Bönen. Künstlerische Anleitung von 16 Jugendliche aus 16 Nationen zur Erstellung von vier Bannern. Die Jurorenschaft nicht angenommen weil allgemein zu wenig Fachkenntnis in der Jury.
25.11.07:Ausstellung in Galerie Atelierhaus Westfalenhuette mit der Sitzliege "Chaise fran"
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| 2008 |
1. und 2. März
3te Blitzausstellung:
Ausstellung "in manchmal lauten Räumen" in den Räumen des Mehrwerk.org. - eine Ausstellung der Freien Design Gruppe und Mehrwerk.org.
Initiator und Aussteller Malerei, Objekte, Produkt Design
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10.03. - ca 05.04.2008 Ausstellung des Chaise fran bei Einrichter pesch wohnen in Düsseldorf an der Kö (Grünstraße).
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17.04. Ausstellung im DEW 21 in Dortmund GRENZWERT Künstler sind anders. Anders ist normal. Jiri Keuthen
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| 2008 |
Konzeption und Entwurf der Printmedien für das Wilhelm-Morgner-Haus Soest und den Kunstverein Soest
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2008 / 04.08 -10.08
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Ausstellung der Liege Chaise fran in Portofino / Italy im Castello Brown. Intensive Gespräche mit Federico Schiaffino / Kennenlernen des Dorfes Portofino und des Hotels Splendido.
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2008 / 13.09, 14.09 |
Präsentation der Liege "Chaise fran" und dem "frantableau" Schloss Ippenburg mit freundlicher Unterstützung von Viktoria Freifrau von dem Bussche.
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2009 / 08.05, - 10.05 |
Fourth flash exhibition "Auf eigene Gefahr" -on your own risk- exhibition between free running pigs
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| 19.06, - 21.06 |
Fifth flash exhibition.
Exhibithion in private areas at Dr.Berndsen, ISST Unna.
Martin Franke und Federico Schiaffino.
L´Evoluzione Due Artisti, zwei Tage, one night
Liebe, Leben, Tod, Mystik
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| 2010 |
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| 08.03. - 19.03. |
First domesticated exhibition.
Exhibithion in public area.
Bezirksgegierung Münster
Domplatz 1-3
BEHAVIOR
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